5 Tipps für Autoren

Ich bin Anja Bagus. Ich nehme teil an einem Projekt: Autoren helfen Autoren. Jeder Autor schreibt 5 Tipps für andere. Das sollen keine konkreten Schreibratgebertipps sein, sondern Dinge, die für sie/ihn während des Schreibens und Publizierens wichtig waren. Erfahrungen, die man gerne weitergeben möchte.

Hier erst einmal mein neuestes Buch, damit der Leser einen Eindruck von meiner Arbeit bekommt:

 

Æther gestaltet die Welt neu. Jeden Tag werden Entdeckungen und Erfindungen gemacht, die das Leben, die Technik, Tiere und Menschen verändern. Heute noch Luftschiffkapitän, morgen ein Monster mit Fell und Krallen, Flügel und Schnabel. Niemand weiß, ob er am nächsten Tag mit einer seltsamen Fähigkeit erwacht.
Annabelle Rosenherz ist so eine Veränderte. Mit ihrer grünen Hand kann sie heilen und töten. Während die Welt sich langsam an die neuen Gegebenheiten gewöhnt, vermisst sie immer noch schmerzhaft ihren Vater, der nun seit zwei Jahren verschwunden ist.
Eine Spur führt nach Prag. Annabelle lädt ihre Freunde zu einer Fahrt auf der »Delfin«, einem experimentellen Luftschiff, ein. Während sie sich bemühen, der goldenen Stadt ihre Geheimnisse zu entlocken, werden Sucher zu Gesuchten und schließlich zu Gejagten.

 

 

Hier meine 5 Tipps:

 

1. Brenne für das, was du tust. Schreib kein Buch, sondern schreib einfach. Was dann daraus wird, kann ja alles mögliche sein. Dir steht die Welt offen. Aber wenn du selbst nicht unendlich begeistert davon bist, wie soll jemand anders es sein? Verbanne während des Schreibens alle Gedanken an die anderen Schriftsteller, an das Marketing, an die Schreibratgeber und an das, was du glaubst gelernt zu haben. Lass deine innere Stimme herauskommen.

2. Wenn du dann fertig bist, und das wirst du irgendwann sein, dann lege es weg und mach dir all diese Gedanken, die ich oben verboten habe. Überlege dir: Wer soll mein Buch eigentlich lesen? Wem könnte es gefallen? Suche diese Leute. Verfolge, was sie tun. Sie sind deine Zielgruppe, die du mit deinem Buch begeistern willst. Lerne sie genau kennen. Denk darüber nach, ob du wirklich so viele Textpassagen in Dialekt schreiben willst. Lies ein paar Schreibratgeberseiten und denke darüber nach. Aber rühr deinen Text ein paar Tage, besser Wochen nicht an!!!! Lass ihn reifen. Ehrlich. Warum? Weil es eine Weile dauert. Du wirst Zweifel bekommen, du wirst über einige Stellen denken: ist das zu viel, oder zu wenig? Ist das logisch? Ist das realistisch? Oder was auch immer. Und entweder geht dieses Gefühl weg, oder es bleibt. Wenn es bleibt, dann ist es wichtig. Wenn es weggeht, dann war es nur dieser Zweifelkobold, der immer was zu nörgeln hat.

3. Liebe deine Figuren. Ich fange damit an, dass ich ihnen Sternzeichen zuordne. Auch wenn man nicht daran glaubt, es ist hilfreich, die Charakterbeschreibung rund zu bekommen. Es sind ja letztlich Stereotype, die dort beschrieben werden. Ich weiß, was meine Charaktere gerne essen, was sie gerne anziehen und jeder hat einen "Tick". Annabelle kaut zB auf ihren Haaren herum, eine andere beisst sich die Lippe blutig. Jeder hat solche Ticks, und auch eure Personen sollten so etwas haben. Es ist eigentlich nicht so wichtig, dass man genau weiß, wie jemand aussieht, aber dafür habe ich trotzdem Pinterest Boards mit Schauspielern und anderen Bildern. Nicht falsch verstehen: natürlich ist es wichtig, dass ihr wisst, wie eure Figuren aussehen. Bedenkt bei der Beschreibung aber, aus welchem Blickwinkel ihr sie beschreibt. Spätestens seit "Bauer sucht Frau" sollte jedem klar sein, dass es immer Ansichtssache ist, ob jemand attraktiv ist.

4. Geh auf die Leute in den social media zu, aber bitte gib zuerst etwas, bevor du etwas forderst. Es gibt für alles Gruppen, aber schau erstmal sorgfältig rein, oder frag die Admins um Rat. Ich habe gute Erfahrungen mit der Gründung von eigenen Gruppen gemacht. Sei ehrlich und authentisch. Ich bin ich- andere machen es mit Pseudonym, wie auch immer. Sei interesant, sei jemand, mit dem du selbst befreundet sein willst. Poste nur selten Sachen, die andere runterziehen und versuch auch in der Werbung originell zu sein. Natürlich sollst du Werbung machen, aber sei sensibel. Werbung kann Spass machen, versuch das auch. Das geht auch ohne Budget.

5. Wenn du es ernsthaft betreiben willst, dann hab einen Plan. Schreib weiter, schreib mehr, denn seine Leser wollen mehr. Überleg dir, wo du hin willst, und mach dich auf die Reise. Saug alles auf, was du lesen kannst darüber, wie es die anderen machen. Und dann denk darüber nach. Prüfe dich: du bist nicht Mrs. Rowling, und auch nicht Mr. Tolkien. Wer bist du aber? Was hast du zu bieten? Du bist ein Verkäufer und deine Bücher sind deine Waren. Aber es ist zunächst nicht das selbst geschriebene Wort, welches deine Leser findet, sondern dein Cover, deine Werbung und die Worte, die andere über dich sagen. Wenn du bekannt werden willst, musst du sichtbar werden. Schau dir an, wie Leute sichtbar werden und such deinen Weg. Mach es denen nach, die du magst, nicht denen, die nerven. Letztlich bist du ein Teil deines Erfolges (siehe das letzte Buch der Rowling, welches erst einschlug, als klar war, wer es geschrieben hat). Biete den Leuten eine gute Show, mehr muss es nicht sein. Bleib dran, denn nichts ist schneller vergessen, als das lustige Posting von gestern.

 

Das waren meine 5 Tipps. Ich merke, ich hätte noch mehr, aber das reicht erst einmal. Wer als Autor (oder anderer Teilnehmer) an dieser Aktion teilnehmen möchte, kann sich gerne bei mir melden! anja.bagus@gmail.com

Kommentar schreiben

Kommentare: 0