Bucon 2014

Ich wollte da eigentlich schon letztes Jahr gewesen sein. Aber ... es gab ein 'Aber', irgendwas, was mich abgehalten hat. Wahrscheinlich der Gedanke: was sollst du da? Du hast da so zwei (in Zahlen 2) Bücher geschrieben und ... Minderwertigkeitskomplexe. Ha, vielleicht war das stalken der Veranstaltung, das Anschauen aller Bilder, das heimliche Weinen und Sehnen die Antriebsfeder für mein Schaffen. Denn als ich jetzt endlich dort war, hatte ich mehr zu bieten.

Aber erst mal: was wurde mir geboten? Nachdem ich zu spät kan (die unheilige Schranke zur Hölle ist schuld) und mich massiv darüber geärgert habe, dann schnell aufgebaut hatte und das erste Mal Zeit hatte, hochzusehen, bot sich mir eine Vielfalt, wie ich sie mir erhofft hatte. Es war großartig. Ich muss dazu sagen, mein Standardsatz wenn mich jemand fragt, warum ich nicht auf die Buchmesse gehe ist: "Was soll ich da?" Als Autorin von Phantastik werde ich dort belächelt, meine Sexszenen reichen nicht, um es in die Erotikbranche zu schaffen, und die "echten" Autoren schreiben über die Ex-DDR; die kenn ich nicht, kann ich nix zu sagen. Und Lügen, mauscheln und Schleimscheissen brauch ich nicht.

Aber die Bucon war der Himmel. Nicht nur, dass ich viele Menschen getroffen habe, die ich bis jetzt nur virtuell kannte, nein, ich traf eine Menge neuer Menschen und alle waren gut gelaunt und neugierig auf das Schaffen der anderen. Auf dem Foto seht ihr Martin Ulmer, der auch aus dem Pott kommt und dessen Buch eins von zweien war, die ich dort gekauft habe. Es gab eine hohe Promi-Dichte, die aber für mich dadurch getrübt war, dass ich manchen zu spät erkannt habe. Die Preisverleihung am Ende war unterhaltsam (wenn man mal von ein paar Flachwitzen zur späten Stunde absah) und diesmal nicht durch Technikversagen künstlich in die Länge gezogen. Ich freue mich für alle Preisträger.

Jetzt kommt mein einziger wirklicher Kritikpunkt: nach der Preisverleihung war es ratz-fatz zuende. Ich hätte gerne den Preisträgern ein wenig mehr Zeit gegönnt - man hätte sie interviewen können oder noch mehr Fotos machen ...  Auch, dass einige schon vorher abbauten, hat mich ein wenig irritiert. Ich fand das unhöflich. Aber ... es muss immer Luft nach oben geben.

Und ich bin nächstes Jahr wieder dort. Mit noch mehr als vier Büchern, einem Western-Groschenroman, Flyern vom Gruppen-Webserienprojekt und einem tollen Begleiter. Danke Stefan Holzhauer, dass du mich unterstützt hast. Ich musste (und konnte) mich nicht verstecken und habe noch mehr Ziele bis zum nächsten Jahr. Danke BuCon-Team! Bis dann.

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Kommentare: 1
  • #1

    Bernar LeSton (Freitag, 24 Oktober 2014 16:33)

    Na, ...

    ... hatte ich dir das nicht so prophezeit? * lach *

    Beste Grüße

    Bernar