Nochmal Patreon

Dieser Artikel richtet sich vor allem an Künstlerinnen, die schonmal von diesem Patreon gehört haben, aber meinen, das wäre alles zu kompliziert und sie wären zu klein und wer sollte denn schon und das setzt eine ja nur unter Druck.

Wo fang ich an?

Jede Künstlerin hat genau die Gefolgschaft, die sie sich verdient. Ist sie ne Rockröhre, dann kommen da Rockfans. Singt sie Opern, dann werden die sicher fernbleiben.

Wer sich auf Patreon präsentiert, wird genau die Leute bekommen, die sie verdient. Und falls sich mal jemand verirren sollte, wird die schnell weg sein. Das geht, alles ist jederzeit kündbar.

Das bedeutet: wenn du meinst, du kannst nicht jeden Tag/Woche/Monat was raushauen für die hungrigen Vogelkinder, die da mit aufgesperrten Schnäbelchen auf deine Würmchen warten, dann wirst du feststellen, dass im Gegenteil du das Vogelkind bist und deine Patreonettis (so nenne ich meine Lieben) dich füttern.

Die meisten dort erwarten gar nichts! Und sie freuen sich über alles, was sie bekommen!

Es ist so viel besser, diesem Kreis an Menschen seine Gedanken mitzuteilen, als irgendwelchen Freunden auf Facebook. Und dieses seltsame Gefühl, dass man Geld dafür bekommt, quasi NICHTS zu tun, ist ja falsch. Man tut ja was. Man macht weiter. Nichts anderes wollen diese Menschen.

Mir ging es vor einigen Wochen schlecht. Aber aufgeben war keine Option, denn da sind die Patreonettis: Eine inzwischen erkleckliche Gruppe an Menschen, die sich daran erfreuen, dass ich weiter mache. Die greifbar, erreichbar sind.

Und das alles ist nicht kompliziert. Du musst dir nur klarwerden, was du geben kannst. Wenn die reine Existenz und das Weitermachen schon die Basis ist, dann wird es ja leicht sein, da was draufzulegen, oder? Denn das ist es doch, was du eigentlich willst: Schaffen und die Schaffensprodukte stolz präsentieren.

Und du meinst aber, du bist zu klein? Wir kannst du denn größer werden, wenn nicht mit der Hilfe von Leuten, die wirklich bereit sind, dir etwas zu geben? Und wenn es erst mal nur ein paar Euro sind. Aber du wirst merken, dass dieses bisschen Geld so viel bedeutet. Wie auch immer du es ausgibst, es wird etwas besonderes sein.

Ja, es gibt noch andere Möglichkeiten außer Patreon. Ich glaube, dort ist es aber im Grunde ähnlich.

Trau dich. Wirklich. Denn nur wer wagt, der kann unterstützt werden.

Nur wer fragt, wird etwas bekommen. 

 

 

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