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Für wen ist das Spiel? Teil 4

Man kann ja viel machen, aber die Frage ist doch eigentlich: Wer braucht das? Wer wird das später kaufen? Wie weckt man bei der richtigen Zielgruppe Begehrlichkeiten?

Marketing. Ich bin darin nicht gut, aber ausreichend. Ich habe für meine Bücher viel Zeit damit verbracht, Zielgruppen zu analysieren. Das lag vor allem daran, dass Steampunks eine so überschaubare Zielgruppe sind, die man ziemlich gut analysieren kann.

Dann kam das Wichtelbuch. Ich wollte schon immer etwas für Kinder machen, und auch für Jugendliche (siehe Clara&Co). Aber dann kam vieles anders. Die Hauptsächliche Zielgruppe beim Wichtelbuch waren Erwachsene. Das ist nicht überraschend, denn Kinder kaufen ja die Bücher nicht. Dennoch finden viele Erwachsene die Wichtel gut, weil ... nunja, weil sie heile Welt sind? Irgendwie so. Ich will da gar nicht tiefer gehen. Denn warum wir Bullerbü und Tomte Tummetott brauchen ist herzzerreißend: Wir suchen darin unsere Unschuld. Etwas von dem Gefühl der Zeitlosigkeit, der Verbundenheit mit Natur und dem kleinen Mystischen. Es muss nicht das Große sein, was wir retten wollen oder dem wir bedürfen. Es reicht uns das Kleine. Darum auch die Hobbits und das Auenland.

Also ist klar. das Wichtelspiel muss für Erwachsene gut sein. Es muss die Leute ansprechen, die auch das Wichtelbuch gekauft haben. Aber es muss eben auch für Kinder sein.

Schwer, schwer. Von den sechsjährigen habe ich mich schnell verabschiedet, weil man doch recht viel lesen muss. Ich kann mir zwar vorstellen, dass clevere Sechsjährige die Karten schnell intus haben und anhand der Bilder wissen, was sie tun müssen, aber das sollte nicht die Voraussetzung sein.

Aber damit Erwachsene das Spiel gut finden, muss es ein bisschen mehr sein, als nur "ein Geschenk machen". Und da kam die Idee meines Bruders ins Spiel: Was, wenn ein zweites, gemeinsames Ziel ist, ein tolles Fest zu feiern?

Das war ein Durchbruch, denn es macht das Spiel viel kooperativer, als es zuvor war. Nun hat man tatsächlich nicht nur ein alleiniges Ziel, sondern ein gemeinsames! Und wer will kein Fest feiern?

So war der Festplatz geboren. Wie er am Ende im Spiel auftaucht, ob nun schon fertig geschmückt, wie im Bild, oder noch langweilig alltäglich ... mal schauen. Aber hier sieht man zwei weitere Elemente: Es gibt einen Keller .... oh, Geheimnisse! Und eine Zeppelinhaltestelle! Ich brauchte ein bisschen Steampunk. Ich kann nicht ohne.

Nun sind wir also wieder beim Spielplan. Hier einmal einer der allerersten ....

Hihi, das ist weit davon entfernt, wie der Plan jetzt aussieht. Aber mit einem Zeichenprogramm und ein paar sogenannten Brushes (also Pinsel, die wir eine Art Stempel funktionieren, damit kann man schnell Pflanzen und so Sachen malen) geht eben schnell was. Die grünen Kreise sind 2 cm durchmessend, und simulieren so die Felder, auf denen man sich mit einem Würfel dann fortbewegt. Und ja, das komische Gebilde in der Mitte soll eine Brücke sein. Mit Maus malen ist wirklich nicht leicht. Grins.

ok, das war es für diesmal. Fragen und Anregungen bitte immer her!

Auf der Seite hier auf der Homepage kann man auch noch ein bissl was lesen.

Bis dann!

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