Warum mach ich das?

Ich verschenk gerade mein Buch. Ein Buch, welches ich vor einem Jahr geschrieben habe. Im Nanowrimo 2013. Ein Buch, welches für mich ein wenig eine Befreiung war, und das ich ganz wunderbar finde.

Warum tue ich das? Warum gebe ich so viel Arbeit kostenlos her? Weil ....

Ich muss ausholen. Sorry.

Ich hab Aetherhertz im Nanowrimo 2012 geschrieben. Danach ganz schnell die beiden anderen. Es musste raus, es war wie eine Geburt. Und als ich fertig war, war es ... befreiend (ich weiß, ich wiederhole mich, aber ich erkläre es gleich).

Ich hatte nie, nie, nie darüber nachgedacht, so viele Bücher zu schreiben. Ich hatte keine Ahnung, was es bedeutet, seine Bücher zu vermarkten. Ich hätte nie mit der Resonanz gerechnet. Und ich hätte nie damit gerechnet, dass Bücher zu schreiben, abhängig macht.

Die Geschichte der Aetherwelt und die Erklärung des Aethers bekam einen ersten Abschluss mit Aethersymphonie. Und dann ... dann war ich frei.

Die Geschichte um Annabelle und Paul war "fertig" und ich konnte endlich in meiner eigenen Welt stöbern und neue Charaktere suchen, die die Story weitertragen. Und exakt ein Jahr nach dem ersten Buch schrieb ich Waldesruh. Ich tauchte so unglaublich tief ein und spürte langsam eine Ahnung davon, was es bedeutet, wirklich zu schreiben. Wenn man dabei weint, wenn man zittert und wenn man sich nicht lösen kann ... wenn man nicht an die Beantwortung von Fragen oder an das Auflösen von lang angelegten Konflikten denkt, sondern ganz in dem Buch drin ist, so sehr, dass man Frostbeulen an den Fingern bekommt, wenn die Lieblingsfigur friert.

Waldesruh ist gut, so gut, wie ich ein Buch haben will. Ich liebe es. Und ich weiß, dass auch viele andere es lieben werden, wenn sie es denn einmal gelesen haben.

Und da kommt die andere Seite: die Realität. Denn vier Bücher geschrieben zu haben bedeutet erstmal unglaublich viel Zeit am Rechner verbracht zu haben. Nicht nur mit Schreiben, sondern auch mit der Vermarktung. Und das gelang mir gut: leider vermarkte ich mich als Person besser, als meine Bücher. Es gibt gefühlt viel mehr Menschen, die mich kennen, als Menschen, die meine Bücher kaufen.

Das ist natürlich Unsinn, aber hey, die Realität ist: ich verdiene nicht halb so viel, wie die meisten denken.

Und dann verschenk ich mein Buch? Was für ein Widersinn?

Nein: es müssen mehr Leute meine Bücher kennenlernen. Nicht mich und meine täglichen Späße, nicht meine Facebookgruppen, meine Auftritte auf Conventions und so ... nein: meine Schreibe! Denn nur wenn es ihnen gefällt, kaufen sie auch die anderen. Und das ist wichtig, damit ich weitermachen kann. Denn irgendwann will ich mal echt Geld damit verdienen ... Sonst schreib ich lieber für mich und geh fürs Cash Brötchen verkaufen.

Also: alle, die mein tolles, tolles Buch gelesen haben, sollten sich überlegen, auch die anderen zu kaufen. Sind nicht so teuer. Und dann gehts weiter.


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