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Ein Spiel erfinden. Teil 2: Die ersten Schritte

Ich habe in meinem Leben unzählige Spiele gespielt. Und einige sind mir im Gedächtnis geblieben. Manche gut, und manche, weil ich sie nie wieder spielen möchte.

Zu der zweiten Kategorie zählen bei mir Monopoly und Kniffel. Letzteres, da ich es absolut hasse, rein auf einen Zufall angewiesen zu sein. Kniffel bieten mir keine Möglichkeit, das Ergebnis zu beeinflussen oder das des anderen. Und Monopoly ist ähnlich. Irgendwann langweilen sich alle, außer der, der das meiste Geld hat.

Eines der Spiele, welches ich mochte, war Malefiz, obwohl es ein furchtbares Spielprinzip hat. Dennoch haben wir Stunden damit verbracht, den anderen daran zu hindern, zu gewinnen.

Was ist mir also an einem Spiel wichtig, was möchte ich in meinem eigenen Spiel haben? Ich habe manch ein Spiel gekauft, weil es so hübsch aussah. Aber hübsch allein reicht nicht. Manche Spiele, die ich lange behalten habe, waren absolut nicht hübsch, hatten aber ein lustiges Spielprinzip.

Hübsch und toll war eine Deluxe Ausgabe von "Kill Dr Lucky", die ich auf der Spielemesse einfach mitnehmen musste. Der Spielplan entzückt mich jedesmal wieder und das Spielprinzip ist absolut genial. Wenn auch nicht für jeden was.

Sehr minimalistisch ist zb ein kleines Spiel, bei dem man Plastikstühle stapeln muss. Das ist einfach ein sogenannter No-Brainer. Man muss nicht viel rumdenken, ähnlich wie bei Jenga geht es um Geschicklichkeit.

Als ich jung war gab es Schach, Dame und Halma. Ich hab die Spielesammlung eher für andere Dinge benutzt, als diese Spiele zu spielen. Obwohl Halma ganz nett ist.

Und dann kam "Karriere". Man musste am Anfang des Spieles geheim entscheiden, welche Siegbedingung man erfüllen wollte. Man musste dazu Punkte auf Ruhm, Geld oder Liebe verteilen und gewann, wenn man die entsprechende Zahl erreicht hatte. Dazu wanderte man über einen Plan und schlug Berufslaufbahnen ein, die erfolgversprechend schienen. hatte mein fast alles auf Geld gesetzt, sollte man die Banker-Laufbahn machen, Ruhm gab es als Astronaut oder Politiker (haha). Ich habs mit meinem Vater oft gespielt, er hat meistens gewonnen. Warum, versteh ich nicht, denn eigentlich war auch viel Zufall im Spiel. Wenn man beim Würfeln nicht auf das entsprechende Feld kam, war man halt aufgeschmissen.

Das brachte mich dazu, dass ich kein Spiel machen wollte, welches schlicht auf Würfelglück basiert. Ich wollte etwas, wo man zwar schon würfelt, aber nicht allein darauf angewiesen ist.

Aber ein Strategiespiel sollte es auch nicht werden. Eher etwas, wo man Bock hat, weil ... naja, weil man es schaffen will!

Während des Studiums begegnete mir "Talisman". Ein Spiel, welches mich schon vom Spielplan her entzückte, dann hatte man kleine Figuren, wanderte über eine Gegend und sammelte Gegenstände, erschlug Monster, und versuchte am Ende irgendwie eine Krone der Herrschaft oder so zu gewinnen. Mir war der Spiel wurscht, ich mochte aber das Spiel, weil es meine Fantasie anregte.

Am Anfang suchte man sich aus einem Stapel an Figuren welche aus. Jede hatte ihre Stärken und Schwächen. Manche spielten dann immer die gleiche, anderen probierten aus. Das war schon halb der Spaß. Ähnlich wie bei Zombiecide, wo man auch unzählige Figuren hat. Großartig.

 

Hier kommen wir also zum ersten Schritt: Ich wollte tolle Figuren. Die Konzeptionierung habe ich meiner Tochter überlassen. Und ihr ist es wichtig, dass die Wichtel divers sind. Nicht nur Männlein und Weiblein, alle hübsch und jung, dünn und ... Nein. Divers.

Im Vorschaubild kann man Prunus sehen, der ist Obstgärtner. Und hier im Beitrag ist Acrylla, sie ist Künstlerin. Ich werde euch bald noch mehr vorstellen und dann wird klarer, was wir mit divers meinen. 

Das Aussehen und einiges andere ist nicht typisch Wichtel. Ich habe da eine Weile dran geknabbert, aber dann wurde mir klar, dass es tatsächlich Zeit ist, die Wichtel aus dem Mittelalter zu holen. Denn schließlich muss es ja jetzt auch noch welche geben, oder????

Keine Sorge, sie werden keine Smartphones haben, aber dennoch ...

 

ok: Nun haben wir Figuren, aber was machen die denn? Das erzähle ich euch im nächsten Beitrag.

 

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